Parkinson Aktuell UCB

Top of this page
Skip navigation, go straight to the content

Besser Schlafen mit Parkinson

Morbus Parkinson ist sehr häufig mit Schlafstörungen verbunden, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen führen können. Die Ursachen hierfür lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Da ein gesunder Schlaf aber die Grundvoraussetzung ist, um am nächsten Morgen gestärkt und mit neuer Energie in den Tag zu starten, leiden viele Parkinson-Betroffene auch am folgenden Tag unter Müdigkeit.

ein- und Durchschlafen - Besser Schlafen mit Parkinson

Schlafhygiene erleichtert das Ein- und Durchschlafen

Einige einfache Maßnahmen können helfen, um besser und gesünder schlafen zu können:

  • Ausreichende körperliche Betätigung vor dem Schlafengehen (z.B. Abendspaziergang)
  • Möglichst tagsüber keinen Schlaf (wenn nötig, kurzen Mittagsschlaf von höchstens 30 – 60 Minuten)
  • Ruhe im Schlafzimmer (z.B. kein Fernsehen im Bett)
  • Leichte Kost am Abend
  • Kein übermäßiger Alkohol-, Kaffee- und Nikotinkonsum
  • Kühle Raumtemperatur
  • Einschlafrituale (individuell unterschiedlich, z.B. leise Einschlafmusik)
  • Schlafzimmer schlaffördernd (um-)gestalten (z.B. kein Arbeitszimmer im Schlafzimmer und nicht im Bett arbeiten).
  • Bei Schlaflosigkeit den Schlaf nicht erzwingen (aufstehen und etwas anderes machen).
  • Trotz nächtlicher Schlaflosigkeit am nächsten Morgen zur gewohnten Zeit aufstehen (auch sonntags).
  • Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation können helfen zur Ruhe zu kommen.

Besondere Tipps für Parkinson-Betroffene

Aufgrund einer nachlassenden Medikamentenwirkung kommt es gerade in den frühen Morgenstunden häufig zu vermehrten Symptomen des Morbus Parkinson selbst. Dadurch kann beispielsweise das Umdrehen im Bett erschwert werden und den erholsamen Schlaf stören. Darüber hinaus stellt nächtliches Wasserlassen eine häufige Begleiterkrankung von Morbus Parkinson dar. Neben den oben genannten allgemeinen Tipps zur Schlafhygiene, gibt es daher einige besondere Maßnahmen, die speziell bei Morbus Parkinson hilfreich sein können.

  • Härtere Matratzen benutzen, um ein Einsinken zu verhindern und Schlafbewegungen zu erleichtern.  
  • Bettwäsche mit glatter Oberfläche für ein leichteres Umdrehen verwenden (z.B. Seide, Satin).
  • Eine leichte Bettdecke kann mehr Bewegungsfreiheit geben.
  • Atmungsaktive Schlafanzüge (z.B. aus Baumwolle) im Falle von nächtlichen Schwitzattacken anziehen.
  • Vor dem Schlafengehen nicht mehr Trinken – die Tagestrinkmenge sollte bis ca. 18 Uhr erreicht sein.
  • Eine Urinflasche am Bett hilft bei nächtlichem Harndrang.
  • Aufstehhilfe am Bett anbringen, z. B. ein Seil am Fußende des Bettes, welches das Hochziehen erleichtert
  • Ggf. elektrisch verstellbares Bett (u.a. in Höhe) erwerben.

Bewegungsbett für bessere Schlafqualität

Da Schlafstörungen bei Morbus-Parkinson-Patienten weit verbreitet sind und diese mit einem hohen Leidensdruck für den Betroffenen verbunden sind, wurde inzwischen ein Bewegungsbett für Menschen mit Morbus Parkinson entwickelt. Während „normale“ Matratzen nicht in der Lage sind, die Bewegungseinschränkungen der Erkrankten auszugleichen, können sich speziell konstruierte Matratzen den Bewegungsabläufen des Körpers anpassen und so zur besseren Entspannung beim Schlafen beitragen.  Lassen Sie sich von Ihrer Krankenkasse beraten, ob diese die Kosten für ein solches Bewegungsbett übernimmt.

Besser schlafen – was kann mein Arzt sonst noch tun?

Schlafstörungen können ganz unterschiedlich ausgeprägt sein: Während es vielen Parkinson-Patienten schwerfällt durchzuschlafen, können andere gar nicht erst einschlafen oder leiden unter einer Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Schauen Sie deshalb, wie sich Ihr persönliches Schlafproblem äußert und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Möglichkeiten der Abhilfe es gibt.

  • Nächtliche Unbeweglichkeit, Überbewegungen oder Tremor treten häufig auf, wenn die Wirkung der Medikamente abnimmt. Die daraus resultierenden Durchschlafstörungen können häufig durch eine Anpassung der Medikation behandelt werden.
  • Bei häufigem Harndrang kann eine medikamentöse Therapie helfen. Allerdings müssen zuvor mögliche andere Ursachen für diese Störungen abgeklärt werden.
Kostenloser Kontakt
UMFRAGE Helfen Sie uns, unsere Webseite für Sie noch weiter zu optimieren! Jetzt mitmachen! Diesen Hinweis verbergen
Vergrößern von Texten und Bildern:

Sie können Ihre Seite im Browser beliebig vergrößern oder verkleinern.

  • Vergrößern

  • Zum Vergrößern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "+". Für Mac-User: "Befehl" und "+".
  • Verkleinern

  • Zum Verkleinern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "-". Für Mac-User: "Befehl" und "-".