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Aktuelles zu Morbus Parkinson

Früherkennung von Morbus Parkinson


  • Die typischen Kennzeichen des Morbus Parkinson sind Bewegungsstörungen , wie Verlangsamung der Bewegung, Muskelsteifheit, Zittern, sowie Geh- und Haltungsstörungen. Tritt die Verlangsamung der Bewegung mit einem der anderen Symptome gleichzeitig auf und spricht der Patient gut auf die Behandlung mit Medikamenten (z. B. L-Dopa ) an, so wird die Diagnose Morbus Parkinson gestellt. Doch lässt sich die Krankheit auch schon dann erkennen, bevor die typischen Symptome auftreten?

    frueherekennung














    Deshalb ist die Parkinson-Früherkennung so wichtig


    Die Behandlung  des Morbus Parkinson mit Medikamenten sollte möglichst frühzeitig beginnen. Es wird nämlich vermutet, dass eine frühzeitige medikamentöse Therapie dazu beitragen kann, den Verlauf  der Erkrankung positiv zu beeinflussen.
    Für die Parkinson-Forschung ist es darüber hinaus eines der wichtigsten Ziele, die Erkrankung möglichst früh zu erkennen. Denn zu dem Zeitpunkt, an dem sich Bewegungsstörungen bemerkbar machen, ist die Krankheit schon weit fortgeschritten: Mehr als 50% der dopaminergen Nervenzellen sind dann bereits abgestorben.
    Substanzen, die das Gehirn schützen sollen, hätten zum Zeitpunkt der klinischen Diagnose nach den gängigen Hauptsymptomen nur noch einen eingeschränkten Nutzen. Daher ist die Früherkennung Voraussetzung, um neuartige Behandlungsmöglichkeiten  zu entwickeln: Je früher die Krankheit erkannt wird, umso zielführender könnten neue Therapie-Formen  eingesetzt werden, die möglicherweise Nervenzellen rechtzeitig vor der Zerstörung schützen können.

    Die Frühsymptome des Morbus Parkinson sind sehr unterschiedlich


    Nach neueren Erkenntnissen zeichnet sich immer deutlicher ab, dass bereits viele Jahre vor der Diagnosestellung verschiedene Frühsymptome auftreten können, bevor die typischen Hauptsymptome  des Morbus Parkinson zu beobachten sind. Auch wenn sie nicht immer zwangsläufig eine Parkinson-Erkrankung bedeuten, können sie auf ein beginnendes Absterben von Nervenzellen hinweisen. Zu den frühen Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung gehören u.a.:

    • Verstopfung
    • Schlafstörungen
    • Vermindertes Riechvermögen
    • Psychische Störungen , wie Depression oder Angst

    Magen-Darm als möglicher Indikator für Parkinson

    Mehr als 80% der Parkinson-Patienten gaben in einer Umfrage an, unter Magen-Darm-Problemen , den sogenannten „gastrointestinalen Störungen“, zu leiden. Besonders häufig werden dabei Verstopfungen oder ein Völlegefühl als Symptome genannt.
    Tatsächlich klagen viele Patienten aber bereits vor der Diagnose von Parkinson über Verdauungsstörungen. Daher ist es wichtig, stets auch „auf seinen Bauch zu hören“ und behandelnde Ärzte auf jegliche Symptome in Bezug auf eine mögliche Parkinson-Erkrankung hinzuweisen .

    Schlafstörungen als Vorbote von Morbus Parkinson


    Eine besondere Form der Störung des Traumschlafes, die so genannte „REM-Schlaf-Verhaltensstörung“, gehört zu den Frühsymptomen der Parkinson-Krankheit. Als REM („rapid eye movement“) wird die Schlafphase  beschrieben, die durch intensive Augenbewegungen charakterisiert ist und in der meist geträumt wird.
    Wie inzwischen bekannt ist, haben Menschen mit einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung ein erhöhtes Risiko, Jahre später an Morbus Parkinson  zu erkranken. Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung macht sich bemerkbar durch vermehrte Lautäußerungen in dieser Phase, wie Schreien, Murmeln, Sprechen, Lachen, Weinen, Jammern oder Singen, in Verbindung mit heftigen Bewegungen oder gar Selbstverletzungen.
    Bei gesunden Menschen dagegen sind die Bewegungen in der Traumschlafphase gehemmt. Während die Betroffenen selbst diese meist gar nicht bemerken, nehmen ihre Partner  diese aber wahr. Nach 20 Jahren entwickeln ca. zwei Drittel der Patienten mit einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung eine Erkrankung mit Parkinson-ähnlicher Symptomatik  und/oder einer Demenz.

    Riechtests zur Früherkennung von Morbus Parkinson


    Riechstörungen sind bei der Parkinson-Erkrankung sehr häufig anzutreffen. Über 90% der Parkinson-Patienten leiden an einer Riechstörung mit vollständigem oder teilweisem Verlust des Geruchssinns. Diese Störungen können den typischen motorischen Beschwerden schon viele Jahre vorausgehen.
    Inzwischen gibt es Riechtests, mit denen untersucht werden kann, ob bestimmte Geruchsstoffe, wie z.B. Kaffee oder das Pizzagewürz Oregano, ohne Einschränkung gerochen werden können.

    Parkinson-Früherkennung über Biomarker in der Haut


    Eine der größten Herausforderungen bei der Erforschung von neurodegenerativen Erkrankungen, d.h. mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen einhergehendenden Erkrankungen, wie Morbus Parkinson , ist die Identifizierung von krankheitsspezifischen Biomarkern. Als Biomarker werden in der Medizin charakteristische biologische Merkmale verstanden, die sich einfach messen lassen und auf einen krankhaften Prozess im Körper hinweisen.
    Einen solchen Biomarker, nämlich das Protein α-Synuclein, konnten deutsche Parkinsonforscher nun bereits in der „Prodomalphase“ von Parkinson, also in der Phase vor dem Auftreten der ersten Bewegungsstörungen , nachweisen. Dazu nahmen sie Hautproben von 18 Patienten mit der oben erwähnten REM-Schlaf-Verhaltensstörung, 25 Patienten mit frühem Morbus Parkinson und 20 gesunden Kontrollperson.
    Der Biomarker α-Synuclein konnte bei zehn der 18 Patienten mit REM-Schlaf-Verhaltensstörung, 20 der 25 Patienten mit frühem Parkinson und keinem Patienten der Kontrollgruppe nachgewiesen werden. Das Protein eignet sich demnach, Parkinson schon im Frühstadium zu erkennen.

    Ein Meilenstein für die Parkinson-Früherkennung


    Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) bewerten die Studienergebnisse als einen Meilenstein in der Parkinsondiagnostik. Durch sie könnten nun neue Therapien gegen neurodegenerative Krankheiten entwickelt und somit eine frühe Diagnose von Parkinson ermöglicht werden.

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