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Aktuelles zu Morbus Parkinson

Neue Parkinson-Leitlinie: Was bedeutet sie für Patienten?


  • In den drei letzten Jahren haben sich 57 Parkinson-Experten und 32 Fachgesellschaften sowie Organisationen wiederholt zusammengesetzt, um im April 2016 eine neue Parkinson-Leitlinie für die Diagnostik und Therapie von Morbus Parkinson zu präsentieren. Sie basiert auf 2.000 wissenschaftlichen Arbeiten sowie den eigenen Erfahrungen der Spezialisten. Aber was genau ist eigentlich eine Leitlinie und was bedeutet die neue Parkinson-Leitlinie für Patienten?

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    Wozu dient eine Leitlinie?


    In einer Leitlinie findet ein Arzt Empfehlungen, die ihn bei der Diagnostik, der medikamentösen Therapie, dem
    Einsatz der tiefen Hirnstimulation sowie weiteren Behandlungsaspekten unterstützen. Mit der Leitlinie hat der
    Arzt eine wissenschaftlich hochwertige Grundlage, mit der er gemeinsam mit seinem Patienten über die
    individuelle Behandlung entscheiden kann. Da es immer wieder neue wissenschaftliche Erkenntnisse gibt,
    müssen solche Leitlinien regelmäßig aktualisiert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass alle Ärzte
    eine gleiche und aktuelle Grundlage für die Behandlung ihrer Patienten erhalten.

    Sind Leitlinien nur für Ärzte da?


    Leitlinien sind für Ärzte, aber auch für Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Pflegekräfte
    geschrieben. Sie sollen daher in erster Linie Spezialisten dienen und sind zunächst nicht an den Patienten
    gerichtet. In der neuen Parkinson-Leitlinie wurde jedoch explizit festgehalten, dass sich Ärzte dafür einsetzen
    sollen, Patienten immer stärker in die Therapie einzubinden. Dies ist deshalb wichtig, da eine gute Aufklärung
    des Patienten und seiner Angehörigen die Therapie positiv beeinflussen kann: Hierzu gehört auch, dass der
    Patient lernt, seine eigenen Ziele zu formulieren – z.B. selbstständig zu bleiben und eine hohe Lebensqualität
    zu haben. Eine Aufklärung kann über ein ausführliches Gespräch mit dem Neurologen erfolgen, aber auch
    Schulungsprogramme oder Broschüren können hier unterstützen.

    Parkinson-Leitlinie 2016: Was ist neu?


    Die wichtigsten Änderungen der neuen Parkinson-Leitlinie sind folgende:
    Zunächst wurden für die Erstellung der neuen Leitlinie noch mehr Studien als für die Leitlinie von 2012
    herangezogen – insgesamt waren es 2.000 wissenschaftliche Arbeiten. Dies ist ein wichtiger Schritt, der die
    Aussagekraft der Empfehlungen stärkt. Er gibt dem Arzt und dem Patienten mehr Sicherheit für die Diagnose
    und Behandlung der Parkinson-Erkrankung.

    Zusätzlich wurden die Empfehlungen zu nicht-medikamentösen Therapien (wie Physiotherapie, Ergotherapie
    und Logopädie) ausgebaut und in die Parkinson-Leitlinie 2016 aufgenommen. Ziel dieser Maßnahmen ist es,
    die Beweglichkeit der Patienten zu fördern, wiederherzustellen und somit auch das Wohlbefinden zu steigern.
    Eine weitere nicht-medikamentöse Therapieform, die in der neuen Parkinson-Leitlinie enthalten ist, ist daher
    auch die Verhaltenstherapie: Hier können Patienten Methoden erlernen, mit denen sie besser mit emotionalen
    Beschwerden und Bedenken umgehen können.
    Darüber hinaus gilt in der neuen Parkinson-Leitlinie weiterhin, dass die steigende Lebenserwartung in der
    Therapiewahl miteinbezogen werden soll. Hier ein Beispiel: In einer Langzeittherapie mit L-Dopa kann es zu
    motorischen Wirkungsfluktuationen und Dyskinesien kommen. Daher sollten gerade bei jüngeren Patienten die
    Vor- und Nachteile eines frühen oder späten Einsatzes einer L-Dopa- oder einer Dopamin-Agonist-Therapie
    abgewogen werden.

    Patient und Angehörige stehen im Mittelpunkt


    Die neue Parkinson-Leitlinie 2016 bietet Parkinson-Spezialisten eine aktuelle Grundlage für
    Behandlungsentscheidungen. Im Mittelpunkt stehen dabei aber stets Patienten und Angehörige, die von dieser
    Versorgung profitieren und die Therapie aktiv mitgestalten sollen.
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