Parkinson Aktuell UCB

Top of this page
Skip navigation, go straight to the content

Demenz bei Parkinson

Nicht jeder Patient, der Parkinson hat, entwickelt zwangsläufig eine Demenz. Jedoch erkranken Parkinson-Patienten etwa sechsmal häufiger an Demenz als die Allgemeinbevölkerung. Von den über 75-jährigen ist etwa die Hälfte der Parkinson-Patienten von einer Demenz betroffen. Dagegen wurde bei Patienten, die bereits vor dem 40. Lebensjahr an Parkinson erkrankten, so gut wie nie eine Demenz festgestellt.1

Die Parkinson-Demenz unterscheidet sich von der Alzheimer-Demenz

Im Unterschied zur Alzheimer-Demenz, bei der Gedächtnisstörungen im Vordergrund stehen, dominieren bei der Parkinson-Demenz andere Störungen, wie Aufmerksamkeitsstörungen und ein verlangsamtes Denkvermögen. Häufig bemerken Angehörige Veränderungen in der Persönlichkeit des Patienten, auch Depressionen und Halluzinationen sind bei der Parkinson-Demenz häufig. Gedächtnisstörungen wie bei der Alzheimer-Demenz treten bei der Parkinson-Demenz erst später im Krankheitsverlauf auf. Bei Parkinson-Demenz-Patienten bleibt die Lernfähigkeit im Gegensatz zu Alzheimer-Patienten erhalten, jedoch ist der Zugriff auf die neu abgespeicherten Informationen erschwert und verzögert.5

demenz parkinson

Es gibt Möglichkeiten, das Fortschreiten der Demenz zu verlangsamen.

Wie alle Formen der Demenz ist auch die Parkinson-Demenz noch nicht heilbar, es gibt aber Therapiemöglichkeiten, die die Beschwerden lindern und das Fortschreiten der Demenz verzögern können.

Zunächst sollten die Parkinson-Medikamente angepasst werden, so dass Medikamente, die tendenziell die Demenz verstärken könnten, durch andere ersetzt werden. Bei beginnender Demenz können Medikamente, wie Acetylcholinesterase-Hemmer, helfen.3

Neben der medikamentösen Behandlung spielen psychosoziale Maßnahmen, die auch Angehörige mit einbeziehen, eine wichtige Rolle. Schon frühzeitig sollten Betroffene bzw. deren Familien sich nach Beratungsangeboten für Angehörige, nach mobilen Hilfsdiensten, finanzieller Unterstützung und Urlaubsbetreuung erkundigen. Mit der zuverlässigen Einnahme von Medikamenten, Krankengymnastik, gesunder Ernährung und viel Bewegung können Betroffene einiges tun, um den Verlauf der Demenz zu bremsen. Daneben kann jedoch eine gute Vorbereitung auf die Phase der Pflegebedürftigkeit ein Gefühl der Sicherheit für die Zukunft geben.5

Tipps und Tricks für das Leben mit Demenz finden Sie im Kapitel „Was sie bewegt“ unter „Alltag mit Demenz“.

Warnsignale, die auf eine Demenz hinweisen können, sind:2

  • Probleme sich in bekannter Umgebung (Wohnung, Nachbarschaft) zurecht zu finden
  • Mangelnde Aufmerksamkeit
  • Schwierigkeiten beim Lösen kleiner Probleme und beim Fällen von Entscheidungen
  • Zurückgezogenheit und Interessenlosigkeit
  • Veränderungen der Persönlichkeit
  • Vergessen von Namen, Terminen, Verabredungen
  • Schlaflosigkeit, Halluzinationen
  1. Thümler. Morbus Parkinson: ein Leitfaden für Klinik und Praxis. Springer-Verlag 2002
  2. Gerlach M, Reichmann H, Riederer P. Die Parkinson-Krankheit. Springer-Verlag 2003
  3. DGN-Leitlinie Parkinson-Syndrome. 5. Auflage; Thieme-Verlag; Stuttgart 2012
  4. Parkinson-Aktuell 11.02.2009
Kostenloser Kontakt
UMFRAGE Helfen Sie uns, unsere Webseite für Sie noch weiter zu optimieren! Jetzt mitmachen! Diesen Hinweis verbergen
Vergrößern von Texten und Bildern:

Sie können Ihre Seite im Browser beliebig vergrößern oder verkleinern.

  • Vergrößern

  • Zum Vergrößern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "+". Für Mac-User: "Befehl" und "+".
  • Verkleinern

  • Zum Verkleinern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "-". Für Mac-User: "Befehl" und "-".