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Blasenprobleme bei Morbus Parkinson

Blasenfunktionsstörungen, auch urogenitale Störungen genannt, treten häufig beim Parkinson-Syndrom auf. Fast die Hälfte aller Parkinson-Kranken klagt mit zunehmendem Alter und Dauer der Erkrankung über Störungen der Blasenfunktion, wobei Männer häufiger betroffen sind. Die Beschwerden machen sich oft erst in späteren Krankheitsstadien bemerkbar, es besteht jedoch keine Beziehung zum Grad der motorischen Störungen.

Harndrang oder Inkontinenz treten häufig auf

Die meisten Betroffenen berichten über häufigen und starken Harndrang, die Entleerung relativ kleiner Urinmengen und gelegentlich ungewollten Urinabgang (Urininkontinenz) – vor allem, wenn die Toilette nicht rechtzeitig erreichbar ist. Parkinson-Patienten beklagen häufig eine Dranginkontinenz: Sie müssen - besonders nachts - mehrmals die Toilette aufsuchen, ohne dann eine ausreichende Urinausscheidung zu erreichen. Der nächtliche Harndrang wird als besonders störend empfunden und ist, zumindest zum Teil, für die Parkinson-typischen Schlafstörungen verantwortlich. Darüber hinaus ist die Beweglichkeit vor allem nachts beeinträchtigt, was das Aufstehen und den Gang zur Toilette erschwert. Neben der Blasenentleerungsstörung und der Inkontinenz werden bei Parkinson-Patienten auch gehäuft immer wieder auftretende Harnwegsinfekte beschrieben.

Harndrang und InkontinenzBlasenprobleme bei Parkinson

Ursachen bisher unklar

Die Ursachen der Blasenentleerungsstörungen sind sehr komplex und noch nicht abschließend geklärt. Blasenprobleme treten auch bei gesunden Menschen mit zunehmendem Alter gehäuft auf. Bei Parkinsonbetroffenen werden die altersbedingten Probleme jedoch zusätzlich von neurologisch bedingten Störungen der Blasenfunktion überlagert. Als Folge der Parkinson-Krankheit kommt es zum Ausfall hemmender Signale auf den Blasenschließmuskel. Der Muskel ist also überaktiv und verkrampft. Somit tritt der Harndrang bereits bei geringen Mengen an Harn auf. Darüber hinaus können sich auch Parkinson-Medikamente auf die Blasenfunktion auswirken. Der Einfluss dieser Medikamente ist jedoch individuell verschieden und kann sich sowohl negativ als auch positiv auf eine eventuelle Blasenstörung auswirken. Sprechen Sie mit ihrem Neurologen, falls sie von Blasenproblemen betroffen sind. Bei starken Beschwerden stehen Medikamente zur Verfügung, die zur Linderung verhelfen. Vor einer Behandlung sollte jedoch unbedingt die Ursache der Blasenstörungen anhand urologischer oder gynäkologischer Untersuchungen abgeklärt werden.

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