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Besser schlafen mit Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist häufig mit Schlafstörungen verbunden, die nicht nur die Lebensqualität der Patienten, sondern auch der Angehörigen erheblich beeinträchtigen können. Zu den typischen Schlafbeschwerden bei der Parkinson-Erkrankung gehören dabei:

  • häufiger nächtlicher Harndrang (Nykturie)
  • schmerzhafte Muskelverkrampfungen (Dystonien)
  • Unbeweglichkeit im Bett
  • nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe)
  • Zuckungen der Beine (periodische Beinbewegungen) im Schlaf
  • seelische Belastungen wie beispielsweise Ängste
  • Albträume

 

Zusätzlich zur Parkinson-Krankheit können auch die Nebenwirkungen der eingenommenen Medikamente das Ein- oder Durchschlafen stören und so die nächtliche Erholung beeinträchtigen. Durch den Schlafmangel kann es neben einer ausgeprägten Müdigkeit am Tag sogar zu einer Verschlechterung der körperlichen Symptome kommen.

ein- und Durchschlafen - Besser Schlafen mit Parkinson

Einfache Maßnahmen erleichtern das Ein- und Durchschlafen

Schlafstörungen sollten keinesfalls in „Eigenregie“ mit Medikamenten therapiert, sondern stets mit dem Arzt besprochen werden. Einige einfache Maßnahmen und Hausmittel können jedoch helfen, besser und gesünder zu schlafen:

  • Verzicht auf anregende Getränke (Kaffee, schwarzer Tee) und Alkohol vor dem Zubettgehen:

 - koffeinhaltige und alkoholische Getränke stören das Ein- oder Durchschlafen.
- Kräutertees (Baldrian, Hopfen etc.) sind eine schlaffördernde Alternative.

  • Gestaltung des Schlafzimmers:

  - Das Schlafzimmer sollte ruhig, kühl und ausreichend dunkel sein.
  - keine „Zweckentfremdung“ des Schlafbereichs als Arbeits- oder Fernsehzimmer

  • keine schweren Abendmahlzeiten
  • vor dem Schlafengehen nicht mehr viel trinken
  • leichte körperliche Betätigung (zum Beispiel ein Abendspaziergang)
  • persönliche Einschlafrituale (zum Beispiel leise Musik)
  • Wahl der richtigen Bett- und Nachtwäsche:

  - Eine harte Matratze verhindert das Einsinken und fördert die Beweglichkeit.
  - Glatte Stoffe (Seide, Satin) und leichte Decken erleichtern das Umdrehen im Bett.
  - Atmungsaktive (Natur-)Materialien unterstützen den Wärmeaustausch.
  - Verschwitze Nachtwäsche sollte umgehend gewechselt werden.

Besondere Tipps für Parkinson-Patienten

Im Verlauf der Nacht lässt die Wirkung der Parkinson-Medikamente oft nach – vor allem in den frühen Morgenstunden erleben Parkinson-Patienten dadurch eine Art „Entzug“. Aufgrund der fehlenden Medikamentenwirkung können sich die Patienten zum Beispiel schlechter im Bett umdrehen – es kommt zu schmerzhaften Muskelverspannungen, und der Patient erwacht. Darüber hinaus stellt nächtlicher Harndrang eine häufige Begleitstörung der Parkinson-Krankheit dar. Eine Anpassung der eingenommenen Medikamente ist oftmals bereits ausreichend, um die Beschwerden zu lindern und die Schlafqualität zu erhöhen.

Bewegungsbett für bessere Schlafqualität

Da Schlafstörungen bei Parkinson-Patienten weit verbreitet und mit einem hohen Leidensdruck verbunden sind, wurde inzwischen ein Bewegungsbett für Menschen mit der Parkinson-Krankheit entwickelt. Während „normale“ Matratzen nicht in der Lage sind, die Bewegungseinschränkungen der Erkrankten auszugleichen, können sich speziell konstruierte Matratzen den Bewegungsabläufen des Körpers anpassen und so zur besseren Entspannung beim Schlafen beitragen. Bei nachgewiesenem Bedarf spezieller Hilfsmittel erfolgt oftmals auch eine finanzielle Unterstützung durch die Kranken- oder Pflegeversicherung.

Besser schlafen – was kann mein Arzt sonst noch tun?

Schlafstörungen können ganz unterschiedlich ausgeprägt sein: Während es einigen Parkinson-Patienten schwerfällt, durchzuschlafen, können andere gar nicht erst einschlafen oder leiden unter lebhaften Träumen. Jeder Parkinson-Patient sollte daher im Gespräch mit seinem Arzt herausfinden, welche Möglichkeiten der Schlafverbesserung es gibt.

  • Nächtliche Unbeweglichkeit, Überbewegungen, Krämpfe oder Zittern treten häufig auf, wenn die Wirkung der Medikamente abnimmt. Die daraus resultierenden Durchschlafstörungen können in der Regel durch eine Anpassung der Parkinson-Medikamente behandelt werden.
  • Bei häufigem Harndrang, aber auch bei lebhaften Träumen helfen oftmals zusätzliche Medikamente. Allerdings müssen zuvor mögliche andere Ursachen für diese Störungen abgeklärt werden.

Morbus Parkinson ist sehr häufig mit Schlafstörungen [Link: Doc-Number 2230 – Sprungmarke-Keyword]verbunden, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen führen können1. Die Ursachen hierfür lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Teil des Morbus Parkinson selbst
  • Begleiterkrankungen, die nicht ursächlich mit Parkinson zusammenhängen
  • Bedingt durch die medikamentöse Behandlung

 

 

Da ein gesunder Schlaf aber die Grundvoraussetzung ist, um am nächsten Morgen gestärkt und mit neuer Energie in den Tag zu starten, leiden viele Parkinson-Betroffene auch am folgenden Tag unter Müdigkeit.

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