Tanzen mit Morbus Parkinson

Die Beweglichkeit von Parkinson-Patienten nimmt im Verlauf der Erkrankung häufig ab. Umso wichtiger ist es, aktiv zu bleiben und sich regelmäßig zu bewegen. Eine besondere Form von Bewegung, für die sich viele begeistern können, ist das Tanzen.

Neues Lebensgefühl durch Tanzen

Tanzen ermöglicht Menschen mit Parkinson und auch ihren Angehörigen eine ganz neue Art der Bewegungserfahrung. So regt Musik zum Aktivsein, zur Kreativität und zur Geselligkeit an. Untersuchungen zeigen zudem, dass Tanzen das Gleichgewicht und das Gehen von Parkinson-Patienten verbessert. Besonders geeignet sind dabei „klassische“ Tänze wie zum Beispiel der Tango, Walzer oder auch Foxtrott.

Tanzen ist gut für die Partnerschaft

Neben den positiven Auswirkungen auf die Beweglichkeit, kann Tanzen auch die Partnerschaft stärken. Das gemeinsame Erleben und die Bewegung zur Musik verbinden und schaffen ein positives, motivierendes Erlebnis. Die Betroffenen empfinden mehr Freude an den Tanzstunden und setzen das Training gerne fort.

Wo gibt es Parkinson-Tanzgruppen?

Obwohl die positiven Wirkungen des Tanzens auf die Parkinson-Erkrankung wissenschaftlich bestätigt sind, gibt es in Deutschland bisher nur wenige Parkinson-Tanzgruppen. Einige davon basieren auf dem Tanzprogramm „Dance for PD®”, das vor etwa 10 Jahren durch die Zusammenarbeit der Mark Morris Dance Group und der Brooklyn Parkinson Group in New York entstand und seitdem stetig weiterentwickelt wird. Mittlerweile wird dieses spezielle Tanzprogramm in sechs deutschen Städten angeboten. In Deutschland wurde darüber hinaus mit dem „Neurotango®“ eine eigenständige Tanztherapie entwickelt. Parkinson-Patienten können sich bei ihrem behandelnden Arzt, bei Kliniken oder Selbsthilfegruppen über spezielle Tanzkurse zu informieren.