Herz-Kreislaufprobleme bei Morbus Parkinson

Bei Parkinson-Patienten kommt es oft zu einer Störung der Blutdruckregulation. Häufige Probleme sind dabei Blutdruckschwankungen mit hohen Werten im Liegen und niedrigen Werten im Stehen. Stehen Parkinson-Patienten nach längerem Liegen oder Sitzen auf, kann es zudem zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen (orthostatische Hypotonie) – die Patienten erleben dies als Schwindelgefühl, „Schwarzwerden vor den Augen“ oder sogar Ohnmachtsanfälle. Die Wahrscheinlichkeit einer orthostatischen Reaktion steigt dabei mit dem Schweregrad der Erkrankung an; Bewegungsmangel, unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder bestimmte Medikamente erhöhen das Risiko für einen Blutdruckabfall zusätzlich. Regelmäßiges körperliches Training und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr können die Blutdruckbeschwerden hingegen lindern. Parkinson-Patienten sollten sich Zeit lassen, wenn sie sich aus einer sitzenden oder liegenden Position aufrichten, und warten, bis sich der Kreislauf stabilisiert hat. Auch Wechselduschen oder Massagen können die Blutdruckregulation unterstützen. Um den Kreislauf zu stabilisieren, wird zudem empfohlen, mit erhöhtem Kopf und Oberkörper zu ruhen und zu schlafen. Helfen diese Maßnahmen nicht, kann der Arzt eine medikamentöse Behandlung einleiten.