Parkinson Aktuell UCB

Top of this page
Skip navigation, go straight to the content

Ursachen von Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der bestimmte Zellen im Gehirn aus bisher ungeklärten Gründen allmählich absterben.

Die Milliarden von Nervenzellen im menschlichen Gehirn – auch Neurone genannt – sind über eine Vielzahl von Kontaktstellen miteinander verbunden. So ist das Gehirn in der Lage, Reize aus der Umwelt wahrzunehmen, die Bewegungen von Armen und Beinen zu steuern oder schwierige Denkaufgaben zu meistern. Die Nachrichtenübermittlung zwischen den Nervenzellen erfolgt dabei mithilfe spezieller chemischer Stoffe, der sogenannten Botenstoffe. So spielen die Botenstoffe Dopamin, Acetylcholin und Glutamat eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Körperbewegungen, indem sie Muskelbewegungen je nach Bedarf aktivieren oder hemmen.

Gerät die fein abgestimmte Balance dieser Botenstoffe aus dem Gleichgewicht, so kommt es zur Beeinträchtigung der Nachrichtenübermittlung – mit Folgen für Geist und Körper. 

Die Ursachen, die das Absterben der Nervenzellen auslösen, sind nach wie vor unbekannt.

Bei der Parkinson-Krankheit sterben nach und nach jene Nervenzellen im Gehirn ab, die für die Herstellung und Speicherung des wichtigen Botenstoffs Dopamin zuständig sind. Diese Nervenzellen befinden sich in einer bestimmten Region des Gehirns, die aufgrund ihrer dunklen Farbe Substantia nigra (= schwarze Substanz) genannt wird.

Durch Absterben der dopaminhaltigen Nervenzellen gerät das empfindliche Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn aus dem Gleichgewicht. Die Signalweiterleitung wird gestört, und es kommt zu den typischen Parkinson-Symptomen wie zum Beispiel Zittern, Muskelsteifigkeit und Bewegungsverlangsamung.

Heute weiß man, dass bei der Parkinson-Krankheit nicht ausschließlich Nervenzellen in der Substantia nigra verloren gehen. Auch die Riechzellen der Nase und Nervenzellen im Magen-Darm-Trakt zeigen bei Parkinson-Patienten krankhafte Veränderungen.

Der Verlust von dopaminhaltigen Zellen im Gehirn beginnt dabei bereits Jahre vor dem ersten Auftreten der Parkinson-typischen Symptome. Experten gehen davon aus, dass bis zu 12 Jahre vergehen können, bis das „Zellsterben“ zu sichtbaren Krankheitszeichen führt.

Kostenloser Kontakt
Vergrößern von Texten und Bildern:

Sie können Ihre Seite im Browser beliebig vergrößern oder verkleinern.

  • Vergrößern

  • Zum Vergrößern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "+". Für Mac-User: "Befehl" und "+".
  • Verkleinern

  • Zum Verkleinern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "-". Für Mac-User: "Befehl" und "-".